Erfahrungen im Geburtshaus...
... Geburtshauseltern berichten
Hier finden sich Erfahrungsberichte von Eltern, die bei uns geboren haben... wir freuen uns über weitere Beiträge und Eure Gedanken!
Gekommen zu zweit, gegangen zu dritt!
Ich hätte nie gedacht, das ich einmal im Geburtshaus unser Kind entbinden würde. Meine Arbeitskollegin und eine Freundin haben mir meine Hebammen empfohlen. Schon beim ersten Besuch und Vorsorge habe ich mich sofort wohl gefühlt. Die Atmosphäre war sehr angenehm, sehr vertraut. Alles, Gespräche und Untersuchungen wurden ganz in Ruhe vorgenommen. Meinen Mann musste ich nicht mehr überzeugen, er war sofort von allem begeistert. Anders im Bekanntenkreis und in der Familie. Oft wurde mir die Frage gestellt: Und das traust du dir zu als Erstgebärende ? Meine Mutter war bis kurz vor der Entbindung noch skeptisch, wollte, das ich im Krankenhaus entbinde. ( Übrigens war sie nachher sehr begeistert)
Der errechnete Geburtstermin war der 2. August 2007. Meine Vorsorgeuntersuchungen habe ich abwechselnd im Geburtshaus und beim Frauenarzt gemacht.
Am 26. Juli 2007 habe ich abends Rückenschmerzen und leichtes Ziehen im Bauch bemerkt, so war es auch die folgende Nacht. Am 27. Juli hatte ich sowieso einen Vorsorgetermin um 9.30 Uhr im Geburtshaus bei Beate. Die Wehen waren schon so stark, das ich meinen Mann auf der Arbeit angerufen habe und wir zusammen zum Termin gefahren sind. Beate bestätigte dann: Ja, Muttermund 2 cm geöffnet, euer Kind kommt heute! Heute ? Wir waren erstaunt !!
Wir sind dann nach Hause gefahren und ab 11 Uhr hatte ich alle 5 Minuten regelmäßige Wehen. Ich bin dann in der Wohnung herumgelaufen, auf und ab, habe mich zwischendurch mal ein paar Minuten hingelegt und geatmet , geatmet……
Beate hat uns derweil telefonisch betreut. Um 16 Uhr kam sie dann vorbei, untersuchte mich und der Muttermund war 6 cm geöffnet. Ich wollte gerne noch zwei Stunden zuhause bleiben, fand es sehr angenehm und ich habe mich mit Beate im Hintergrund sehr gut gefühlt. Ich bin dann baden gegangen, danach waren die Wehen so stark, das wir um 18 Uhr ins Geburtshaus gefahren sind. Nun war der Muttermund auf 10 cm geöffnet.
Ben hat sich aber noch ziemlich viel Zeit gelassen. Erst habe ich noch 3 Stunden in der Badewanne gelegen, Beate an der einen Seite, meinen Mann an der anderen Seite. Das warme Wasser war bei den starken Wehen sehr angenehm.
Beate hat mir geraten, mal aus der Wanne zu steigen, ich hatte Angst, vor Schmerzen zu kollabieren. Ich habe mich aber darauf eingelassen, und das war sehr gut. Ich musste mich kurz hinlegen und nach mehreren Wehen platzte endlich!!!!! die Fruchtblase. Für die Pressphase habe ich mich abwechselnd ins Tuch gehangen und auf dem Gebärhocker gesessen, Beate und Rainer immer an meiner Seite. Susanne kam dann hinzu und unterstützte Beate. Endlich, um 0. 36 Uhr überlegte sich Ben auf die Welt zu kommen. Total rosig und mit weit geöffneten Augen! Ein wahnsinnig emotionaler Moment für uns, den man nicht beschreiben kann!
Um 4.45 Uhr sind wir dann bei strömendem Regen, total müde, im Schneckentempo mit der teuren Fracht nach Hause gefahren.
Rainer, Maria und Ben, nun glücklich zu dritt!
