Pressemitteilung!
Ist natürliches
Gebären überholt?
Anmerkungen zum Welthebammentag am 5. Mai
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Deutsche Geburtshilfe im Jahr 2003:
Martina Eirich im Gespräch mit Prof. Dr. Alfred Rockenschaub
13 bis 46 Prozent Sectiones (darin eingeschlossenen geschätzte
sieben Prozent Wunschsectiones), zwei bis sechs Prozent Vakuum- und Forzepsgeburten,
fünf bis 38 Prozent PDAs, bis zu 75 Prozent Episiotomieen in Kliniken
allerdings nur fünf Prozent in der außerklinischen Geburtshilfe.
Ängstliche Schwangere, unsichere Hebammen, bibbernde Väter, übervorsichtige
Ärzte, viel beschäftigte Juristen. Was sagen uns die Zahlen: Werden
die Schwangerschaften und Geburten immer gefährlicher oder sind wir unfähig
Geburtshilfe zu leisten und zudem noch ein kleines bisschen bequem? Mit seinem
2001 erschienenen Buch: Gebären ohne Aberglauben weist Prof. Alfred Rockenschaub
auf das große Dilemma der schon längst zur Geburtsmedizin verkommenen
Geburtshilfe hin.
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Als die amerikanische Anthopologin
Margaret Mead in den 30er Jahren durch die Südsee reiste, wurde sie von
den dortigen Einwohnern gefragt, ob es wahr sei, dass amerikanische Mütter
ihre Babys nachts in Käfige einsperrten.
Drei Faktoren haben dazu geführt, dass wir uns neuerdings
mit heftigen Diskussionen der Frage stellen, wo das Neugeborene schlafen sollte.
Das sind erstens neue Erkenntnisse über das Phänomen des Krippentods
oder Plötzlichen Kindstods (SIDS), zweitens die zunehmenden Einsichten
in die Denkweisen der so genannten Evolutionsmedizin, und drittens die wachsende
Anerkennung des evidenzbasierten Denken, das seit mehreren Jahren die medizinische
Beratungspraxis beeinflusst, ja, revolutioniert hat vor allem in angelsächsischen
Ländern. Alle drei Phänomene haben dazu geführt, ...
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